Jugendbank Düsseldorf

Beschluss 3. Reichsthing 1933:

Jeder Stamm richtet aus den Spargeldern der Pfadfinder ein Sparkonto ein bei der Jugendbank in Düsseldorf.

aus: St. Georgspfadfinder Mai 1933


Machen wir ernst mit unserem Willen zum Sparen. Dies gilt besonders unserer Jungmannschaft.  Reden wir hier nicht vom hohen Wert, sondern lassen wir uns von dem Gedanken tragen, ein schlichtes und einfaches  Leben zu führen, und alles das, was so „nebenbei“ ausgegeben wird zu sparen und auf die Jugendbank zu tragen.
 –  Wer wegen der Sicherheit usw. besorgt ist, zeigt, dass auf ihn Angstbläser einen ekelhaften Einfluss haben. – 

Meistens schließen sich Spargruppen zusammen, deren Verkehr mit der Bank vom Präses, besser von einem Sparwart getätigt werden.  Wo diese Möglichkeit fehlt, kann jeder Einzelsparer bei der Jugendbank werden. Die Hauptsache ist, dass ihr jeden  Pfennig spart und später überweist. Meldet Euch bei der Jugendbank in Düsseldorf, Schließfach 10118. Da erhaltet ihr Anweisung und Rat.

aus: Georgspfadfinder 4/5 1936




Das Thema „sparen“ ist in der DPSG sogar in den Pfadfinderprüfungen fest verankert.  In dem Ausweis der DPSG von 1933 ist nachzulesen, welche Beträge zur Erlangung der Prüfungen gespart sein mussten:


Jungpfadfinderprüfung Pfadfinderprüfung II Grad Pfadfinderprüfung I Grad
„2 Mark selbst gespart“ „Sparkasse 3 Mk“ „Sparkasse 5 Mk“
Jungpfadfinderprüfung Jungpfadfinderprüfung Pfadfinderprüfung 2. Grades Pfadfinderprüfung 2. Grades Pfadfinderprüfung 1. Grades Pfadfinderprüfung 1. Grades



1 Reichsmark 1 Reichsmark 50 Reichspfennig 10 Reichspfennig 5 Reichspfennig 2 Reichspfennig 1 Reichspfennig



Nicht vorgegeben wurde, wo das gesparte Geld angelegt werden sollte. Für die Jungpfadfinderprüfung reichte sicherlich  auch ein Sparschwein! Die Pfadfinder in Göttingen hatten vor Ort die Möglichkeit, bei der Städtischen Sparkasse zu Göttingen, ein Sparkonto zu führen.
Somit ist die Alternative, bei der Jugendbank Kontoinhaber zu sein, nicht zwingend erforderlich gewesen.