Bericht über die Pfadfinder in der katholischen Kirchengemeinde St. Godehard
Der Stamm Göttingen war bisher ausschließlich in der Gemeinde St. Michael beheimatet. Da jedoch so einige Stammesmitglieder in dieser Region der
Weststadt wohnten und auch als Messdiener in St. Godehard aktiv waren, kam die Idee auf, doch auch in St. Godehard einen Jungpfadfindertrupp zu gründen.
Wie aus dem Truppbericht des Göttinger Jungtrupps zu lesen ist, war das dann Anfang des Jahres in die Tat umgesetzt worden:
Die Leitung des neuen Trupps war Norbert Bartels übertragen worden.
In der Göttinger Weststadt tat sich etwas. Endlich sollte für die zahlreichen Katholiken in den Wohngebieten Egelsberg, Hagenberg und Pfalz Grona Breite eine neue Kirche gebaut werden.
Die bisherige Situation war im Laufe der Jahre immer schwieriger geworden.
So gab es bereits ein Pfarrhaus, in dem auf dem Dachboden ein kleiner Kirchenraum existierte. Dieser kleine Raum reichte für die vielen sonntäglichen Kirchenbesucher,
trotz mehrerer Gottesdienste, bei Weitem nicht mehr aus.
Zusätzlich wurden Gottesdienste in der benachbarten evangelischen Friedens-Kirche gehalten.
Die folgenden Abschnitte berichten über die einzelnen Aktivitäten des Stammes:
Fronleichnam
Die Pfadfinder zeigten bei dem Gemeindefest der Gemeinden St. Michael und St. Paulus am Nachmittag, auf dem Gelände des Kaiser Wilhelm Parks (KWP)
im Göttinger Hainberg, eine Ausstellung über die jüngste Gemeinde Göttingens, St. Godehard.
Die Ausstellung war im Rahmen eines „Superlagers“ aufgebaut. Dabei war auch ein imposanter Lagerturm errichtet worden, siehe Bild links. Für die Besteigung,
man musste schon ganz schön mutig sein, wurden 50 Pfennig eingesammelt.
Bausteinaktion
Gleichzeitig setzte eine „Bausteinaktion“ für St. Godehard ein. Die Göttinger Ritterrunde (Rover) hatte einen selbst gestalteten Baustein,
in Form eines kleinen Heftes, zur Spendensammlung angefertigt:
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Bei dieser und weiterer Aktion erzielten die Pfadfinder (Jungpfadfinder und Pfadfindersippen) einen Reingewinn von 400,- DM. Mit diesem Betrag sollte dann zu gegebener Zeit ein sakraler Einrichtungsgegenstand für die im Bau befindliche St. Godehardkirche beschafft werden (siehe dazu Chronik 1959, St. Godehard und die Pfadfinder).
Am Fest Peter und Paul, Sonntag, den 29.06.1958, fand die feierliche Grundsteinlegung für die neue Kirche statt.
Der Stamm nahm mit zahlreichen Jungen und Führern daran teil. Natürlich waren auch Stammesbanner und Wimpel dabei.