Wochenendfahrt des Pfadfindertrupps im April

Am Samstagnachmittag trafen sich die Jungen mit ihren Führern auf dem Hof von St. Michael. Das benötigte Lagermaterial (Kohtenplanen, Hordentopf, Werkzeuge usw.) wurde möglichst gleichmäßig auf die Jungen verteilt. Nachdem alles auf den Fahrrädern fest verschnürt worden war, konnte die Fahrt starten.

Info Lagerplatz Der ausgesuchte Lagerplatz war diesmal die Bramburg an der Weser.

Angekommen! Nach schöner Tour durch eine abwechslungsreiche Landschaft wurde auch sehr bald, der tief im Bramwald versteckt gelegene Platz mit der Burgruine erreicht.
Als Erstes ging es nun darum, die Kohten aufzubauen. Deren Einrichtung wurde mit einer ordentlichen Laubschicht als Schlafunterlage ausgepolstert.
Andere Jungen hatten unterdessen bereits Feuerholz gesammelt, aufbereitet und sicher vor Nässe geschützt in der Kohte aufgestapelt.
Einrichten.
Ruine erforschen. Die nahe gelegene restlich erhalten gebliebene Burganlage sollte aber nun nicht nur „belagert“ werden.
Also machten sich die Pfadfinder daran, alles was es zu entdecken gab, erst einmal gründlich zu erforschen.


„Eigentlich sehr schade, dass wir den Turm nicht besteigen können“, machte es die Runde.

Nach kurzem Kriegsrat wurde das Motto ausgegeben: „Wir erstürmen den Burgturm“!
Ruine erforschen.


Na ja, aber wie sollte das möglichst gefahrlos vonstattengehen? Das Problem wurde nun zusammen mit den Führern Eberhard Walter, Wolfgang Saul und Norbert vom Schloß intensiv überlegt, sie hatten ihre Mitwirkung signalisiert. Einen offenen Zugang gab es zwar, aber im Innern des Turmes war es ohne Hilfsmittel nicht möglich, nach ganz oben zu gelangen. Bald war ein Plan geschmiedet. Mit langen Holzstangen, die besorgt werden müssten, sollte eine Hilfsleiter konstruiert werden.

Die Gruppe beim vereinten Transport eines abgestorbenen Baumes zum Burgplatz. Was hatten die beiden Führer Wolfgang und Eberhard bloß ausgefressen, dass sie den langen Ast alleine schleppen mussten? Die Pfadfinder hatten jedenfalls ihren Spaß dabei!
Baumtransport.
Die Belagerungsleiter wird aufgestellt. Nachdem diverse Trittstufen am Holzstamm befestigt worden waren, wurde mit vereinten Kräften die Belagerungsleiter im Innern des Turmes aufgestellt.


Es gelang tatsächlich, den Turm in seiner ganzen Höhe zu bezwingen.
Die Belagerungsleiter wird aufgestellt.
Bild vom Burgfried auf die Weser. Als Beweis ihrer mutigen Tat schossen sie noch ein Foto von der Turmoberkante, mit Blick auf die Weser sowie den im regnerischen Dunst kaum zu erahnenden Ort Glashütte an der rechten Seite der Weserkurve.
Am Abend wurde es dann in der beheizten Kohte mollig warm und gemütlich. Der Hordentopf dampfte vor sich hin. Abends im Zelt.
Abendessen. Zu essen gab es auch etwas.

Eberhards Würstchen scheint doch „einigermaßen“ verkohlt zu sein. Ob das Taschenmesser hier noch Abhilfe schaffen konnte, ist nicht bekannt.
Heinz hatte gut lachen.
Feuerstelle im Freien. Am Sonntag wurde die Feuerstelle für das Mittagessen in die Natur verlegt.

In relaxter Zweisamkeit ging es den Kartoffeln an die Pelle.
Kartoffeln schälen.
Ruhepause: vorne links Eberhard, auf dem Baumstumpf sitzend mit Kochgeschirr Norbert vom Schloß. Das Wetter hatte sich erfreulicherweise deutlich gebessert, wie der Schattenwurf der Bäume zeigt. So wurde natürlich im Freien gegessen und anschließend ausgiebig geruht.

Ruhepause.
Bei der anschließenden kurzen Streife durch den Hochwald hatte Norbert zwei „Federkneule“ entdeckt. Ob sie ihn mochten?

Erläuterung
Nach der ornithologischen Fachliteratur handelte es sich sehr wahrscheinlich um zwei junge Waldkäuze. Die Nestlinge verlassen die Brusthöhle in einem Alter von etwa 30 Tagen noch nicht flugfähig, fallen häufig auf den Boden, klettern dann auf Äste hoch und werden noch etwa 2 Monate von den Eltern gefüttert. Im noch flugunfähigen Stadium werden sie als Ästlinge bezeichnet.
Norbert mit Ästlingen.